Sport der Könige mal anders – Wolf: Strategisches Golfen für vier Personen

Spielen Sie Golf? Auf dem Rasen, der Vielen die Welt bedeutet, gibt es viele Möglichkeiten. Diese populäre Freiluft-Freizeitaktivität fasziniert Einzelgänger und Herdentiere gleichermaßen. Aber: Nein, Golf ist nicht gleich Golf. Auch wenn es für Laien manchmal so aussehen mag.

Vier gewinnt?

Worin unterscheiden sich die Möglichkeiten? Neben den offensichtlichen Ungleichheiten in der Beschaffenheit der jeweiligen Bahnen gibt es mittlerweile auch eine Vielzahl an Zählweisen, Handicaps und konkreten Spielvariationen. Die Anzahl der Teilnehmer pro Team ist eines der eindeutigsten Kriterien in Sachen “Wolf”. Vier gewinnt, heißt es hier sozusagen.

Für jene, deren Persönlichkeit eher dazwischen liegt, gibt es “Wolf”. Die strategische Variante für vier Personen zeichnet sich durch einige Besonderheiten aus. Natürlich handelt es sich auch hier ganz klar um die traditionelle Ballsportart, in deren Fokus das möglichst gekonnte Einlochen eines kleinen runden Teils steht. Allerdings ist hier der Dreh- und Angelpunkt die Strategie.

Golfspielvariante WOLF

Golfspielvariante für 4 – Foto: tish1 / Bigstock

Vertrauen auf sich und andere

Wie in einem Rudel zählt nicht nur die Fähigkeit, als Einzelkämpfer Bestleistungen abzuliefern, sondern es kommt zu einem großen Teil auch auf Strategie, Selbsteinschätzung und nicht zuletzt das Vertrauen in den Partner an.

Ballgefühl trifft Köpfchen

Es grünt so grün… Ja, auch bei der Golfvariante “Wolf”, dem strategisches Spiel mit vier Personen, muss der Ball innerhalb der Bahn des Spielfelds mit möglichst wenigen Schlägen in ein vorgegebenes Loch befördert werden. So weit, so klar. Die Details sind in diesem Fall allerdings entscheidend.

Wolf im Schafspelz? So wird´s gemacht

Wie absolviert man also dieses kurzweilige Hobby? Auf jeden Fall zu viert und ohne Handicaps, auch wenn es eventuell mit 3/4 oder 2/3 Vorgaben von statten gehen kann. Jedenfalls legen die Teilnehmer beim ersten Abschlag ein fixes Rotationsprinzip fest. Diesen zufolge ist dann der eine Spieler auf Loch Nummer eins der “Wolf”, Spieler Nummer Zwei auf dem nächsten, Spieler Drei dann auf dem folgenden Loch – bis inklusive Nummer 16.  Als erstes schlägt stets der jeweilige “Wolf” ab. Er wählt einen Partner für das aktuelle Loch. Dann steht es ihm frei, sich für diesen als Partner zu entscheiden oder eben nicht. Diese wichtige Frage muss geklärt sein, bevor Spieler Nummer Drei abgeschlagen hat. Vom Prinzip her geht es dann immer genau so weiter.

Einsamer Wolf?

„Wolf“ ist ein sehr schönes Strategiespiel.

„Wolf“ ist ein sehr schönes Strategiespiel für Golfer – Foto: olgaru79 / Bigstock

Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass sich der Wolf gar keinen Partner aussucht und das jeweilige Loch eben alleine absolviert. In diesem Fall wird es dann entweder in zwei Mannschaften gespielt oder aber nach dem Prinzip drei gegen einen. Entscheidend ist dann das jeweils beste Einzelresultat auf dem jeweiligen Loch – wer gewinnt, kann eine sehr knifflige und spannende Frage sein. Für den Fall, dass die Wolf-Mannschaft vorne liegt, bekommen diese beiden je einen Punkt. Keine Punkte gibt es bei Gleichstand. Wenn ein Mitspieler aus der gegnerischen Mannschaft reüssiert, bedeutet das nicht, dass nicht beide Team-Member den Punkt abstauben, sondern nur der siegreiche Player. Für den Fall, dass sich das namensgebende Raubtier entschieden hat, solo zu spielen, wird der Einsatz verdoppelt. Bedeutet: Wenn er verliert, bekommen alle drei Mitspieler doppelte Punkte.

Voraussicht und Flexibilität

Was macht diese Alternative so interessant? Vor allem die Spannung und Unvorhersehbarkeit! Man kann sich je nach Team-Zusammensetzung immer wieder neu über Gewinne freuen – und über Verluste ärgern. Die Teams werden ja ständig neu durchgemischt – der permanente Wechsel erfordert Anpassung und doch steht auch das handwerkliche Können immer wieder im Fokus.

Weil die aktuellen Partner immer wieder neu gewählt werden können, kann das Dream-Team stets anders definiert werden. Will man ein Loch gewinnen? Ist ein Verlust zu teilen? Solo oder doch im Duo? Während gute Golfer auf einfacheren Löchern oft eher alleine spielen werden, können auch Anfänger eine zentrale Rolle spielen. “Wolf” erweist sich immer wieder aufs Neue als sehr spannende und unglaublich strategische Spielvariante. Natürlich will in jedweder Variante des altehrwürdigen Sports versucht, mit so wenigen Schlägen wie nur irgendwie möglich zum Ziel zu kommen. Wenn man es nicht selbst versucht hat, kann man vielleicht nicht ganz nachvollziehen, wie signifikant die Unterschiede durch diverse Spiel- und Zählvarianten sein können!

Greenhorns am Green

Auch die Anzahl Mitspieler, ihr Temperament und Können haben am Ende ebenso viel Einfluss auf das Gesamtergebnis wie die Zählweise. Am Ende bleibt Golf natürlich Golf. Auch die jeweiligen Ungleichheiten in der Beschaffenheit der Bahnen und die Handicaps kann man niemals außer Acht lassen. Hier können auch Greenhorns am Green nicht nur Spaß haben, sondern in ihrem Team einen entscheidenden Beitrag leisten.

Zählweise beim WOLF Golf

  • Wenn das Wolfsteam gewinnt, bekommen beide Mitspieler jeweils einen Punkt.
  • Reüssiert der Gegner, erhält er einen Punkt.
  • Keine Punkte werden bei Gleichstand vergeben.
  • Tritt der Wolf solo an und siegt, bekommt er drei Punkte.
  • Verliert der Wolf, bedeutet das je einen Punkt für alle anderen.

Fazit

Beim Strategie-Spiel Wolf für vier Golfer darf bei jedem Loch jeweils der “Wolf” einen Team-Partner wählen und die anderen beiden Spieler treten gegen dieses Duo an. Am nächsten Loch übernimmt der zweitbeste Spieler die Rolle des Wolfs – bis zum Ende. Neben dem Kampf um die niedrigste Schlagzahl stehen Strategie und Menschenkenntnis im Mittelpunkt.