Golf Glossar von A-Z

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Wedge ist die Bezeichnung für diejenigen Golfschläger, welche in der Regel bei Schlägen von 100 Metern oder weniger zur Anwendung kommen. Zusätzlich sind spezielle Arten von Wedges auch die richtigen Schläger, um sich aus schwierigen Lagen wie beispielsweise dem Bunker zu befreien. Ein Wedge ist im Vergleich zu den anderen Golfschlägern relativ kurz und zeichnet sich durch einen starken Loft aus. Obwohl Wedges mehrheitlich aus Metall hergestellt werden und somit zu den Eisenschlägern gehören, unterscheiden sie sich aufgrund ihres abgerundeten, ballonförmigen Schlägerkopfes enorm von den sonstigen Eisen. Außerdem werden die Schlägerköpfe von Wedges aus einer weicheren Legierung als sonst üblich hergestellt. Somit kann eine höhere Genauigkeit beim Schlag erzielt werden. All dies führt dazu, dass Schläge mit dem Wedge üblicherweise eine extrem steile Flugkurve beschreiben, wodurch der Ball nach der Landung kaum weiterrollt. Zu dieser Art von Schlägern zählen das Pitching Wedge, das Gap Wedge, das Sand Wedge und das Lob Wedge.

Jede Form von Wasseransammlungen auf dem Golfplatz bezeichnet man als Wasserhindernis. Es kann sich demnach beispielsweise um einen Teich, einen See oder auch einen kleinen Bach handeln. Es handelt sich dabei um eine sehr beliebte Einrichtung, um den Schwierigkeitsgrad von Golfanlagen zu erhöhen. Während man bei den anderen Hindernissen wie dem Rough oder einem Sandbunker die Situation noch mit einem gekonnten Schlag retten kann, muss ein Ball, der im Wasser gelandet ist, aufgegeben werden. Bei einem nassen Ball, wie Schläge ins Wasser ebenfalls genannt werden, gibt es einen Strafschlag und der Ball darf neben dem Hindernis gedroppt werden. Deswegen versuchen vor allem Profigolfer, einen gewissen Abstand zu den Wasserhindernissen zu wahren. Ein weiterer Grund, um Wasserhindernisse in den Golfplatz zu integrieren, ist die Bewässerung der Grasflächen. Auf diese Weise erhält man ein natürliches Wasserreservoir und der Einsatz von unterirdischen Rohren etc. kann in Grenzen gehalten werden.

Ein Tee ist ein kleiner Stift aus Holz, Plastik oder Gummi, der in den Boden gesteckt wird. Auf dieses Tee wird der Ball dann aufgelegt bzw. in der Fachsprache aufgeteet. Durch diesen Kunstgriff liegt der Golfball nun einige Millimeter über dem Boden und ist auf diese Weise um ein Vielfaches leichter zu spielen. Das Aufteen des Balles ist laut den bestehenden Golfregeln allerdings nur beim ersten Schlag eines Loches erlaubt. Aufgrund der Weiterentwicklungen im Bereich der Driver wurden die Tees im Laufe der Zeit immer länger. Inzwischen ist die Maximallänge auf vier Zoll, was in etwa 10,15 Zentimetern entspricht, beschränkt. Aus ökologischen Gründen werden vermehrt Tees aus Biokunststoff oder gepresstem Weizen angeboten. Sie verbinden Haltbarkeit und Umweltverträglichkeit, was entscheidende Komponenten eines Tees sind. Im Übrigen wird auch der Abschlagsbereich selbst in der Golfersprache als Tee bezeichnet.

Der Schaft ist der Teil des Golfschlägers, welcher sich zwischen dem Griff und dem Schlägerkopf befindet. Er stellt somit das Verbindungsstück der beiden Hauptkomponenten des Golfschlägers dar und wird aufgrund seiner Wichtigkeit oftmals auch als dritter Hauptbestandteil angesehen. Während der Schaft bis ins 20. Jahrhundert hinein ausschließlich aus Hickory-Holz bestand, setzte sich nach und nach der Stahlschaft durch. Heutzutage werden bis auf wenige Ausnahmen alle Schäfte aus Stahl oder Graphit, einem kohlestoffverstärkten Kunststoff, hergestellt. Beide Materialien haben ihre Vor- und Nachteile.

Bei einem Schaft aus Stahl entsteht eine enorme Rückmeldung in Form von Vibrationen, die an den Golfer weitergeleitet werden. Vielen Spielern dient diese Rückmeldung als Informationsquelle über die Qualität des Schlages und über etwaiges Verbesserungspotential. Wer diese Vibrationen jedoch als eher unangenehm empfindet, sollte auf einen Schläger aus Graphit zurückgreifen, da der Kunststoff die Rückmeldung bis zu einem gewissen Grad abdämpft. Der Schaft kann beim Putter einige Besonderheiten aufweisen. Beim sogenannten Belly Putter wird der ungewöhnlich lange Schaft an den Bauch oder an die Brust gepresst. Der Broomstick-Putter, welcher noch länger als der Belly-Putter ist, wird gar am Kinn angesetzt. Auf diese Weise muss man den Schläger lediglich mit einer Hand pendeln, wodurch die Gefahr des Verreißens sinkt.

Um ein allgemein anerkannter Golfspieler zu werden, muss jeder Interessent zunächst die Platzreife erlangen. Die Platzreife, welche auch Platzerlaubnis genannt wird, ist eine Art Führerscheinprüfung, die von jedem Anfänger bestanden werden muss, um auf nicht öffentlichen Golfplätzen spielen zu dürfen. Die Prüfung gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. In der theoretischen Prüfung werden Regel- und Etikettefragen bezüglich des Golfsports gestellt. Die Benutzung des offiziellen Regelbuches als Hilfsmittel ist dabei gestattet. Im praktischen Teil muss der Prüfling zusammen mit einem PGA-Trainer eine komplette Runde absolvieren und dabei unter dem Par des Platzes bleiben. Allerdings ist noch anzumerken, dass die in einem Golfclub erspielte Platzerlaubnis nicht von anderen Golfplatzbetreibern anerkannt werden muss. Hier soll die im Jahre 2006 eingeführte DGV-Platzreife Abhilfe schaffen. Es handelt sich hierbei um eine standardisierte Prüfung, deren Bestehen auf den meisten Golfplätzen in Deutschland ausreicht.

Das Par gibt den Wert für die Anzahl der Schläge an, die ein sehr guter Golfer benötigt, um eine Spielbahn zu beenden. Mit dem Par wird also die Schlagvorgabe jedes Loches und der gesamten Platzrunde angegeben. Üblicherweise weist eine komplette Golfrunde mit 18 Löchern ein Par von 72 auf. Der Begriff stammt aus dem Englischen und ist die Abkürzung für “Professional Average Result”. Das Par drückt somit aus, welches Ergebnis ein Golfprofi durchschnittlich erzielt. Bei der Ermittlung des Par wird immer von zwei Putts pro Spielbahn ausgegangen. Die Berechnung der Anzahl der Schläge vom Abschlag bis zum Grün erfolgt anhand der Länge des Lochs. Der Schwierigkeitsgrad spielt hierbei in aller Regel keine Rolle. Ein regulärer 18-Loch-Golfplatz verfügt in der Regel über vier Par 3-, zehn Par 4- und vier Par 5-Löcher. Nur in Ausnahmefällen gibt es auch Löcher mit einem Par 6 oder mehr. Diese Löcher dienen allerdings eher als besondere Attraktion und werden nicht bei offiziellen Turnieren gespielt.

Die vier wichtigsten Golfturniere der Welt werden als Majors bezeichnet. Diese Turniere werden heute im Gegensatz zu früher ausnahmslos von professionellen Golfern gespielt, wobei die besten Amateure eine Chance haben, eingeladen zu werden. Die Saison der Majors beginnt im April mit dem US-Masters in Augusta, Georgia. Hierbei handelt es sich um das einzige Major, welches immer auf demselben Golfplatz veranstaltet wird. Weiter geht es im Juni, wenn die USGA die US Open ausrichtet. The Open Championship, welche kurz darauf im Juli stattfindet, wurde bereits im Jahre 1860 erstmalig ausgetragen und ist somit das am längsten bestehende Major-Turnier. Zudem ist es das einzige Turnier dieser Art, welches nicht in den USA stattfindet. Traditionell wird das dritte Major des Jahres auf einem Golfplatz an der Küste Großbritanniens veranstaltet. Das letzte Grand-Slam-Turnier im Golfsport, die PGA Championship, rundet schließlich die Saison der Majors ab

Der Loft ist eine andere Bezeichnung für die Schlagflächenneigung. Er beschreibt also den Neigungswinkel der Schlagfläche zum Schlägerschaft und wird demzufolge in Grad angegeben. Bei diesem Winkel handelt es sich um die entscheidende Eigenschaft von einem Golfschläger, wenn es um die Höhe der Flugbahn des Balles geht. Im Endeffekt ist der Schlägerloft also ausschlaggebend, wie hoch und damit wie weit der Golfball fliegt. Bei einem großen Neigungswinkel beschreibt der Ball dementsprechend eine steilere Flugbahn, weswegen die absolute Weite des Schlages geringer wird. Den kleinsten Loft aller Schläger hat der Driver, dessen Neigungswinkel je nach Schlägerhersteller und Modell zwischen sechs und zwölf Grad liegt. Wedges hingegen haben den stärksten Loft aller Golfschläger. Die Bandbreite reicht von einem Loft ab 46 Grad bei einem Pitching Wedge bis hin zu Loftzahlen von 60 Grad bei Lob Wedges. Bei der Zusammenstellung der Schläger sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass ein konstanter Loftanstieg von circa vier Grad zwischen den einzelnen Schlägern im Bag vorherrscht.

Einige Golfclubs betreiben neben dem offiziellen Golfplatz noch einen Kurzplatz. Dieser ist im Prinzip ein verkürzter Golfplatz mit Par 3 Bahnen, die in den seltensten Fällen länger als 100 Meter sind. Normalerweise beinhaltet ein Kurzplatz auch nicht mehr als neun Löcher. Der Vorteil von solchen Plätzen ist, dass sie allen Interessierten ohne Beschränkungen offen stehen. Für Anfänger, die noch keine Platzerlaubnis erlangt haben, ist ein Kurzplatz der ideale Ort, um erste Erfahrungen zu sammeln und um für die Platzreife zu trainieren. Auf diese Weise erlangt der Anfänger eine weitere Trainingsstufe und er muss sich nicht direkt von der Driving Range auf eine komplette Golfrunde wagen. Ein weiterer Effekt eines Kurzplatzes ist, dass die Golfrunde weitgehend von störenden Golfern freigehalten wird. Aber auch immer mehr erfahrene Golfspieler haben den Kurzplatz für sich entdeckt. Viele von ihnen nutzen diesen Platz beispielsweise zum Aufwärmen oder um das kurze Spiel zu üben.

Sämtliche Aktivitäten rund ums Golfen, welche in einem geschlossenen Raum ausgeübt werden, können unter dem Überbegriff Indoor Golf zusammengefasst werden. Gerade in der Winterzeit, wenn die Golfplätze nicht oder nur mit den dicksten Winterklamotten bespielbar sind, ist Indoor Golf eine gute Alternative. Wer also auch in der kalten Jahreszeit regelmäßig an seinem Golfschwung arbeiten möchte, für den sind Indoor Golfanlagen genau das Richtige. Zu den herkömmlichen Einrichtungen einer solchen Anlage zählen Putting-Green, Chipping-Area, Indoor-Drivingrange und Golfsimulator. Dabei stellen die Golfsimulatoren die Highlights jeder Indoor Golfanlage dar. Während man auf den anderen Geräten das eigene Spiel wetterunabhängig verbessern kann, besteht bei den modernen Golfsimulatoren die Möglichkeit, mit Hilfe modernster Technik zahlreiche internationale Golfplätze detailgetreu “nachzuspielen”. Durch den Einsatz unzähliger Sensoren und einer eigens entwickelten Software wird der reale Golfschwung dabei in eine virtuelle Landschaft projiziert. Allerdings ist zu beachten, dass Indoor Golf im Grunde genommen nicht mit dem Outdoor Golfsport vergleichbar ist. Die Nutzung von Indoor Golfanlagen sollte sich deshalb auf die Wintermonate beschränken.

Das Handicap ist eine Kennzahl, mit deren Hilfe die ungefähre Spielstärke eines Golfers angegeben wird. Je niedriger diese Kennzahl ist, desto besser sind die Fähigkeiten des Golfers einzuschätzen. Errechnen lässt sich das Handicap aus der Differenz der Schläge, die ein Golfspieler zum Beenden einer kompletten Runde benötigt und dem Par des Golfplatzes, welches im Allgemeinen 72 beträgt. Mit einem Handicap von 15 beispielsweise braucht ein Golfer auf einem Platz mit der Vorgabe 72 durchschnittlich 87 Schläge. Durch das Handicap können Golfer einerseits schnell und unkompliziert die ungefähre Spielstärke anderer Spieler erkennen. Andererseits kann bei vielen Spielformen wie Zählspiel, Lochspiel oder Stableford das unterschiedliche Können der Spieler mit Hilfe des Handicaps rechnerisch ausgeglichen werden. Dazu wird das Handicap von der Anzahl der Gesamtschläge abgezogen, wodurch sich dann das Nettoergebnis ergibt. Auf diese Weise ist auch ein fairer Wettbewerb zwischen Golfern mit unterschiedlicher Spielstärke möglich, was in dieser Form in kaum einem anderen Sport denkbar ist.

Das Grün oder Green befindet sich am Ende eines jedes Loches. Die mit 2,5 bis 5,5 Millimetern am kürzesten gehaltene Grasfläche des gesamten Golfplatzes ist gewissermaßen der Zielbereich einer Golfbahn. Ab diesem Bereich sind keine kraftvollen Schläge, die weit durch die Luft fliegen, mehr von Nöten. Auf dem Green wird der Golfball vielmehr mit Hilfe des Putters vorsichtig und mit einer Menge Gefühl über den gepflegten Grasteppich gerollt. Um ein optimales Rollen zu gewährleisten, bedarf das Grün einer intensiven Pflege. So muss das Gras auf dieser Fläche je nach Wetterlage bis zu zwei Mal täglich gemäht werden. Zudem stellt die Bewässerung des Greens einen enormen Aufwand dar. Aufgrund dessen sind die Golfspieler dazu angehalten, das Grün so gut wie möglich zu schonen und entstandene Beschädigungen mit einer Pitchgabel auszubessern. Damit sich das Putten nicht zu einfach gestaltet, werden kaum wahrnehmbare Hindernisse, sogenannte Breaks, eingebaut. Durch kleine Erhebungen oder Mulden wird der Ballverlauf verändert, sodass man das Loch nicht direkt anspielen kann. In einem solchen Fall muss der Golfer das Grün “lesen” und einen Punkt neben dem Loch anvisieren, damit der Ball in einer Kurve ins Loch gelangt.

Als Fairway bezeichnet man die eigentliche Spielfläche zwischen dem Abschlag und dem Grün. Diese kurz gemähte Fläche stellt gewissermaßen den optimalen Weg eines Loches dar. Wenn ein Golfer also keine Fehler macht, muss er auf dem Weg zum Green das Fairway nicht verlassen. Das Gras eines durchschnittlichen Fairways ist etwa zwischen 8 und 12 Millimetern lang. Da das Fairway zudem noch den größten Teil der bespielbaren Fläche eines Golfplatzes ausmacht, bedarf es einer intensiven Pflege dieses Bereichs. An das Fairway grenzt regelmäßig das Semi-Rough an. Da das Gras im Semi-Rough nicht so oft gemäht wird, benötigt man dort einen technisch anspruchsvolleren Schlag als auf dem Fairway. Damit das Spiel nicht zu leicht wird, sind an strategisch wichtigen Punkten des Fairways häufig Hindernisse eingebaut. Dies können zum Beispiel Sandbunker, Gräben Seen oder irgendwelche anderen Elemente, die umspielt werden müssen, sein. Ab und an kommt es auch vor, dass ein Fairway ein oder zwei Richtungsänderungen beinhaltet. Diese auch Doglegs genannten Richtungsänderungen sind ebenfalls eine beliebte Erschwernis auf den Golfanlagen dieser Welt.

Die Golf-Etikette ist das richtige und angemessene Verhalten auf und neben dem Golfplatz. Man könnte die Golfetikette auch als die Benimmregeln bezeichnen. In der Etikette sind also alle geschriebenen und ungeschriebenen Verhaltensregeln zusammengefasst, die neben der Sicherheit auch das Fairplay schützen sollen. Neben diesen beiden Aspekten legt die Etikette zusätzlich verbindliche Regeln in Bezug auf Spieltempo und auf die Schonung des Platzes fest. Grundsätzlich ziehen Verstöße gegen die Etikette keinerlei Sanktionen nach sich. In Ausnahmefällen wie zum Beispiel wiederholter Nichtbeachtung dieser Regeln kann ein Golfer jedoch bei einem Turnier durch die Spielleitung disqualifiziert oder während einer Privatrunde vom Platz verwiesen werden. Zudem kann das Missachten der Etikette zu äußerst peinlichen Situationen führen, die auf dem Golfplatz unbedingt vermieden werden sollten. Deshalb sollte jeder Golfspieler mit sämtlichen Etiketteregeln der örtlichen Golfanlage bestens vertraut sein.

Die Driving Range ist ein beliebter Übungsplatz für Golfer jeder Spielstärke. Die Range, wie dieser Bereich häufig genannt wird, ist die bekannteste Einrichtung des Übungsareals, welches sich oftmals neben dem eigentlichen Golfplatz befindet und den Golfspielern zu Trainingszwecken dient. Dabei werden auf der Driving Range vornehmlich der Abschlag und die sonstigen langen Bälle eingeübt. Aus diesem Grund handelt es sich bei der Range um einen relativ großen Bereich. Die Bälle der Übenden werden auf eine große Wiese geschlagen, die mindestens 130 Meter lang ist. Die Abschlagsplätze werden dabei auf einer Seite der Driving Range nebeneinander aufgereiht, damit alle Nutzer in dieselbe Richtung schlagen können, was aus Sicherheitsgründen unerlässlich ist. Nur bei extrem großen Ranges ab 300 Metern besteht die Möglichkeit, von beiden Seiten abzuschlagen. Da die Driving Range auch ohne Platzerlaubnis benutzt werden darf, trifft man dort viele Anfänger an, welche für die Platzreife trainieren.

Der Driver ist das Holz 1, welches vorwiegend beim Abschlag benutzt wird. Die Bezeichnung Holz 1 stammt noch aus einer Zeit, als Golfschläger aus Holz gefertigt wurden. Inzwischen werden Driver aus hochwertigen Materialien wie Stahl oder Titan hergestellt. Ein Driver zeichnet sich dadurch aus, dass er den längsten Schaft und den steilsten Neigungswinkel aller im Bag befindlichen Golfschläger hat. Aufgrund dieser Eigenschaften ist die Flugkurve des Balles vergleichsweise flach und es gibt keinen anderen Schläger, mit dem eine weitere Schlaglänge erreicht werden kann. Da mit dem Driver also die größten Entfernungen erzielt werden können, ist er für viele Golfer das prestigeträchtigste Werkzeug in der Golftasche. Generell wird dieser Schläger nur beim Abschlag von langen Löchern verwendet. Nur in absoluten Ausnahmefällen benutzen spielstarke Golfer den Driver auch vom Fairway.

Ein weiteres Charakteristikum neben dem geringen Loft und dem langen Schaft des Drivers ist das große Volumen des Schlägerkopfes. Zudem ist der Schlägerkopf eher eckig gehalten, wodurch das Ausrichten und Anvisieren viel einfacher wird.

Beim Caddie handelt es sich in gewisser Weise um den Assistenten des Golfspielers, der vordergründig für das Tragen der Golf-Ausrüstung zuständig ist. Ein richtiger Caddie nimmt darüber hinaus noch viel weitreichendere Aufgaben wahr. Im Grunde genommen unterstützt er den Golfer in jeder erdenklichen Art. So berät er den Spieler zum Beispiel bei der Wahl des richtigen Schlägers oder hilft ihm beim Lesen des Grüns.

Der Caddie sollte zudem alles über den Golfplatz wissen und mögliche Gefahren erkennen, bevor sie überhaupt entstehen. Zusätzlich sollte ein Caddie in der Lage sein, den Spieler auch mental zu unterstützen und ihn nach einem schlechten Schlag wieder schnell auf Kurs zu bringen. Im Gegenzug erhält der Caddie eines Tourspielers durchschnittlich 10 Prozent des erspielten Preisgeldes. Gleichzeitig wird der Wagen, auf dem ein Golfspieler seine Golftasche befördert, ebenfalls Caddie genannt.

Ein Ballmarker ist ein flacher Gegenstand, der benutzt wird, um die Position eines aufzunehmenden Balles zu kennzeichnen. Beliebte Ballmarker sind Münzen, speziell für diesen Zweck gefertigte Marker oder die Druckknöpfe an den Golfhandschuhen. Die speziellen Marker sind entweder magnetisch oder sind mit Clips ausgestattet, die an der Kleidung befestigt werden können. Dies hat den Vorteil, dass sie immer griffbereit und nicht so leicht zu verlieren sind.

Während einer Golfrunde wird der Golfball in aller Regel mehrere Male aufgenommen und entsprechend markiert. So muss der Golfball beispielsweise bei jeder Reinigung von seiner ursprünglichen Position entfernt werden. Zudem kann es vorkommen, dass der Ball die Puttlinie eines Mitspielers blockiert. Auch in solchen Fällen muss der Golfball aufgenommen werden. Um den Ball hinreichend zu markieren, wird der Marker hinter den aufzunehmenden Ball gelegt, der im Anschluss daran aufgehoben wird. Danach wird der Golfball wieder vor dem Ballmarker positioniert und das Spiel kann weitergehen.

In keiner anderen Sportart muss eine so strenge Unterteilung in Amateure und Professionals eingehalten werden wie im Golf. Gemäß des Amateurstatuts ist derjenige Golfamateur, welcher “Golf als Sport frei von Vergütung oder Bereicherung spielt”. Die Grenze der Vergütung liegt zur Zeit etwa bei 700 Euro. Wenn ein Golfer mehr als diesen Betrag für einen Turniersieg oder für einen anderen ausgeschriebenen Wettbewerb wie zum Beispiel den Longest Drive erhält, muss er sich als Pro bezeichnen. So kann der Amateurstatus beispielsweise auch nach einem einmaligen Hole-In-One während eines Turnieres verloren gehen. Sinn und Zweck dieses Amateurstatuts ist es, die strikte Trennung zwischen Berufs- und Amateurspielern zu erhalten. Gerade im Amateurgolf sollen auf diese Weise finanzielle Anreize und unkontrolliertes Sponsoring vermieden werden.

Mit dem Begriff Abschlag werden im Golfsport zwei verschiedene Dinge bezeichnet. Zum einen handelt es sich um den ersten Schlag einer jeden Golfbahn. Dieser erste Schlag wird üblicherweise auch Drive genannt und ist der einzige Schlag, der vom Tee gespielt wird. Zum anderen wird mit dem Abschlag die Fläche gemeint, von der jeder erste Schlag eines Loches ausgeführt wird.

Während mit der Bezeichnung Abschlag also auch der sportliche Schwung gemeint sein kann, wird in der Golfersprache gemeinhin mit Abschlag der Ort bezeichnet, an dem das zu spielende Loch beginnt. Zumeist ist dieser Platz eine rechteckige Fläche, die eben etwas erhöht ist. Jedes Loch kann von zwei unterschiedlichen Abschlägen begonnen werden. Der hintere Standardabschlag, welcher mit gelben Markierungen versehen ist, wird in aller Regel von den Herren benutzt. Der vordere, mit roten Markierungen kenntlich gemachte vordere Standardabschlag hingegen ist der offizielle Abschlag für Damen und Jugendliche.

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